Freestyle Slalom

Übersicht:

1. Freestyle-Slalom

Erinnert stark an Eiskunstlauf, jedoch werden dafür spezielle Cones (Hütchen, Kegeln) verwendet.
Die Cones werden in gerader Linie mit 50, 80 oder 120cm Abstand aufgestellt.
Ziel ist es, möglichst viele und komplizierte Tricks/Kombinationen zwischen den Cones zu vollführen, ohne diese zu berühren bzw. umzuwerfen. Welche Tricks und Kombinationen bleiben dem Skater überlassen, somit ist Kreativität in dieser Sportart ein wesentlicher Faktor.
Slalom kann man allein betrieben, es kann aber auch in Gruppen nacheinander oder aber auch gleichzeigig ( z.B. synchron) geskatet werden. Letzteres eignet sich aber eher für fortgeschrittene Fahrer.

2. Wettbewerbe

Bei Wettbewerben werden von Judges (Punkterichtern) Punkte für Schwierigkeit, Kombinationen und Style (Ausführung) der Tricks vergeben. Abzüge gibt es für umgestoßene Cones oder gar Stürze.
Mittlerweile gibt es Freestyle Slalom und Freestyle Slalom Battle.
Die Regeln für offizielle Freestyle Slalom Wettbewerbe werden von der International Freestyle Skater Association, kurz IFSA, festgelegt.
Beim relativ neuen Freestyle Slalom Battle Modus starten die Skater nicht einzeln, sondern in Gruppen nacheinander.
Der beste jeder Gruppe kommt eine Runde weiter (K.O. System), bis der Sieger feststeht.

3. Material

Für Slalom eignen sich Inline Skates mit relativ robustem und hartem Oberschuh, der sehr viel Halt für eine direkte und präzise Kraftübertragung bietet. Das Nonplusultra ist ein Skate, der sowohl viel Beweglichkeit im Sprunggelenk ermöglicht und gleichzeitig viel Halt bietet.
Um eine gute Wendigkeit zu erhalten ist die Schiene eines Slalomschuhs kurz und variiert je nach Schuhgröße zwischen 219 und 250mm. Für eine optimale Wendigkeit wird zusätzlich noch die vordere und die hintere Rolle kleiner gewählt (rockered). Es gibt aber auch Schienen, die prerockered (vordere und hintere Achse nach oben versetzt) oder rockerbar (vordere und hintere Achse KANN nach oben gestellt werden).

4. Verbreitung

In Österreich ist Freestyle-Slalom bis dato fast gänzlich unbekannt.
Länder, die in der internationalen Slalomszene von Bedeutung sind, sind z.B. Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien, Belgien, Deutschland, Russland, Südkorea, Japan und China.

5. Verletzungsrisiko

Freestyle-Slalom birgt zwar kein allzu hohes Verletzungsrisiko, jedoch empfiehlt sich für Anfänger eine gute Schutzausrüstung.
Vorsicht ist vorallem bei den Cones geboten, oft werden anstelle von echten Cones, welche besonders flexibel sind, Plastikbecher verwendet. Diese geben allerdings kaum nach und können bei Stürzen zu schlimmen Verletzungen führen.